
Nikon Z5 II: Update für die Einsteiger-Vollformatkamera
Die günstigste Kamera von Nikon mit grossem Sensor kostet mehr als die Vorgängerin, erhält dafür viele Profi-Features. Sie ist im Prinzip eine Zf ohne Retro-Design.
Die Z5II ist die zweite Auflage von Nikons Einstiegs-Vollformatkamera. Sie erbt einige Komponenten von teureren Modellen. Im Gegensatz zur Z6III mit ihrem teilweise gestapelten Sensor basiert die Z5II weiterhin auf einem normalen, rückseitig belichteten Sensor (BSI).
Der Sensor ist etwa aus der Z6II oder aus der Zf bekannt. Dort liefert er eine solide Bildqualität mit gutem Rauschverhalten und viel Dynamikumfang. Die Auflösung von 24 Megapixeln ist für heutige Verhältnisse nicht sehr hoch, reicht aber in den meisten Fällen.
Neuer Prozessor und Autofokus
Die grössten Fortschritte gegenüber der Vorgängerin macht die Z5II beim Autofokus. Sie erhält das gleiche System, das in den Top-Modellen wie der Z8 steckt, inklusive «Expeed 7»-Prozessor. Die Kamera erkennt Augen, Gesichter und allerlei verschiedene Motive. Die Wahl des Motivs kannst du entweder selber treffen oder einem Automatik-Modus überlassen.
Unter dem Strich soll die Z5II gemäss Nikon 68 Prozent schneller scharf stellen als die Z5. Eine Geschwindigkeit auf dem Niveau der Z8 darfst du allerdings nicht erwarten. Diese spielt mit ihrem gestapelten Sensor weiterhin in einer höheren Liga.

Quelle: Nikon
Das gilt auch im Videobereich. Hier haben normale BSI-Sensoren den Nachteil, dass sie langsamer ausgelesen werden, was zu Rolling-Shutter-Effekten führen kann. Die Z5II filmt in 4K mit bis zu 60 FPS. Bei den hohen Framerates wird allerdings ein 1,5-facher Crop fällig.
Heller Sucher, guter Stabilisator
In der Z5II kommt der gleiche Bildstabilisator zum Einsatz wie bei der Nikon Zf. Nach der neuen CIPA-Messmethode kompensiert er bis zu 7,5 Blendenstufen – ein sehr guter Wert. Der elektronische Sucher mit einer Auflösung von 3,69 Millionen Bildpunkten geht für diese Preisklasse ebenfalls in Ordnung. Er ist deutlich heller (3000 Nits) als derjenige der ersten Z5 (1000 Nits).

Quelle: Nikon
Auch bei der restlichen Ausstattung gibt es keine Schwachpunkte: Die Z5II hat zwei SD-Kartenslots, ist wetterfest und schafft mit elektronischem Verschluss 30 Bilder pro Sekunde (FPS). Mit mechanischem Verschluss sind es immerhin noch 11 FPS. Optional kannst du per «PreCapture» auch schon vor dem Auslösen Bilder aufzeichnen. Das 3,2-Zoll-Display auf der Rückseite hat eine Auflösung von 2,1 Millionen Bildpunkten. Es lässt sich ausklappen und drehen.
Die Nikon Z5II kann demnächst bei uns vorbestellt werden. Sie ist ab Ende April verfügbar und kostet 1899 Franken oder Euro.
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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook ihn nicht mehr erkennt. Der Grund: Wenn ich nicht gerade vor einem Bildschirm oder hinter einer Kamera hänge, dann an meinen Fingerspitzen in einer Felswand.