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Kein Grund zur Freude: «Red Dead Redemption» erscheint für Switch und PS4

Der Open-World-Western «Red Dead Redemption» wird neu veröffentlicht. Was eigentlich ein Grund zur Freude sein sollte, sorgt bei vielen Fans für Ärger.

Lange Zeit wurde gemunkelt, dass Rockstar Games an einem Remake zu «Red Dead Redemption» arbeitet. Diverse Leaks schürten die Vorfreude auf eine Neuauflage des Western-Klassikers.

Nun ist klar: Bei dem Projekt handelt es sich nicht um ein Remaster oder ein Remake à la «The Last of Us Part I», sondern lediglich um eine Portierung des Originalspiels. In einem Tweet kündigt Rockstar Games an, dass «Red Dead Redemption» bereits am 17. August für die PS4 und die Nintendo Switch erscheint. Das Original wurde 2010 auf der PS3 und der Xbox 360 veröffentlicht.

Für das dreizehn Jahre alte Game wirst du rund 50 Euro oder Franken zahlen müssen. Immerhin: Im Preis inkludiert ist die grandiose Zombie-Erweiterung «Undead Nightmare». Der Multiplayer-Modus ist jedoch nicht dabei.

Grosse Enttäuschung und fehlende Versionen

Die Enttäuschung bei «Red Dead Redemption»-Fans ist riesig – der Trailer auf Youtube wird mit negativen Bewertungen und Kommentaren überhäuft. Die gezeigten Szenen im Video lassen vermuten, dass keinerlei Anpassungen am Game vorgenommen wurden. Rockstar hat zudem nicht kommuniziert, ob das Game mit 60 FPS läuft – viele Fans vermuten deshalb, dass der Port, wie das Originalspiel auch, nur 30 FPS bietet.

Ebenfalls enttäuschend ist, dass «Red Dead Redemption» lediglich als Last-Gen-Version für die PS4 und die Nintendo Switch erscheint. Das Game wird zwar dank Abwärtskompatibilität auf der PS5 spielbar sein, die Features der stärkeren Hardware werden damit aber nicht genutzt. Eine höhere Auflösung, höhere Framerates oder Dualsense-Features auf der PS5 solltest du also nicht erwarten.

Die Absenz einer Version für die Xbox Series X und S lässt sich mit der hervorragenden Abwärtskompatibilität von Microsofts Konsolen erklären. Das originale Xbox-360-Spiel ist immer noch im Microsoft Store für rund 30 Franken oder Euro erhältlich. Auf der Series X kannst du das Spiel in 4K-Auflösung und auf der Series S in 1440p spielen. Ein zusätzlicher Vorteil der Xbox-Version: Die Multiplayer-Server laufen noch.

Screenshot: Domagoj Belancic / @klobrille
Screenshot: Domagoj Belancic / @klobrille

Unerklärlich ist hingegen, wieso keine PC-Version des Ports angekündigt wurde. Auch dreizehn Jahre nach der Erstveröffentlichung bleibt PC-Spielerinnen und -Spielern der Zugang zu diesem Klassiker verwehrt.

Rockstar, quo vadis?

Zusätzlichen Grund zur Sorge bereitet die Tatsache, dass der «Red Dead Redemption»-Port an ein externes Studio delegiert wurde. Verantwortlich dafür zeichnet sich Double Eleven. Das Support-Studio hat an einigen technisch und spielerisch fragwürdigen Games mitgearbeitet – unter anderem «Crackdown 3», «Fallout 76» und der Konsolenversion von «Rust».

Bereits vor zwei Jahren hat Rockstar Games die Entwicklung eines ihrer Franchises an ein externes Studio ausgelagert. «Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition» wurde von Grove Street Games entwickelt. Die «GTA»-Kollektion wurde sowohl von Fans als auch von Kritikern aufgrund der schlechten Performance und der fragwürdigen Grafik zerrissen.

Selbst die treusten Rockstar-Fans verlieren langsam das Vertrauen in den Publisher. Die Social-Media-Plattformen
X und Reddit werden von negativen Reaktionen zur Ankündigung überflutet. Bleibt zu hoffen, dass Rockstar Games mit dem kommenden «Grand Theft Auto 6» zurück zu alter Stärke finden wird.

Ein enttäuschter User auf X.
Ein enttäuschter User auf X.
Quelle: Domagoj Belancic / @DarkViperAU
Titelbild: Rockstar Games

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