

Kärcher Fenstersauger WV 7: nicht ganz streifenfrei
Die Firma Kärcher würdigt mit dem WV 7 Signature Line den Gründer der Firma und packt einiges an Zubehör dazu. Der Fenstersauger funktioniert super, kommt allerdings schlecht in die Ecke.
Der WV 7 ist ein Fensterreiniger. Aber nicht irgendeiner. Er gehört zur renommierten «Signature Line». Die gibt es etwa bei Sportartikeln oder Instrumenten. Speziell an solchen Editionen soll sein, dass prominente Persönlichkeiten mit ihrem Namen für die Qualität eines Produkts einstehen. Dass Kärcher nun ausgerechnet mit seinem Gründer Alfred Kärcher eine Signature Line macht, scheint mir grotesk. Erstens würde Herr Kärcher wohl kaum schlecht über sein eigenes Produkt reden. Zweitens hat er vor über einem halben Jahrhundert gelebt, kann also lediglich posthum für die Qualität eines Fenstersaugers einstehen.
Nun denn. Den Fenstersauger teste ich pünktlich zum Frühlingsputz. Der Winter hat seine Spuren hinterlassen, eine Reinigung ist zwingend nötig. Und die soll dank dem Fenstersauger schnell und streifenfrei über die Bühne.

Im Lieferumfang enthalten sind zwei Absaugdüsen verschiedener Breite, eine Sprühflasche und zwei Mikrofasertücher. Der akkubetriebene Fenstersauger reinigt nämlich nicht, sondern saugt lediglich das Putzwasser vom Fenster.
Laden kann ich das Gerät mit einem proprietären Ladekabel. Hier würde ich mir den gängigen USB-C Standard wünschen. Zudem lässt sich der Akku nicht wechseln. Aber bei einer Akkulaufzeit von 100 Minuten (Herstellerangabe) dürfte das weniger ins Gewicht fallen. Ich will ja nur die Fenster meiner Wohnung putzen, keinen Wolkenkratzer.
Schlürf weg das Dreckwasser!
Die Funktionsweise ist einfach: Zunächst putze ich die Fenster mit dem mitgelieferten Mikrofasertuch und Sprüher. Eine Putzmittelprobe ist beigelegt. Danach trockne ich die Fenster mit dem akkubetriebenen Sauger. Auf Knopfdruck saugt der WV 7 Wasser vom nassen Fenster oder anderen, glatten Oberflächen. Tatsächlich ist das Absaugen von Putzwasser auf dem Glaskeramikherd unglaublich befriedigend.

Bei meinen Fenstern habe ich etwas mehr Mühe. Die Absaugdüse hat nämlich Probleme damit, in die Ecken zu kommen. Daher muss ich dort von Hand nachtrocknen. Ein weiteres Problem ist Schmutzwasser, welches das Gerät nicht richtig aufsaugt und das dann am Fensterrahmen hinunterläuft. Mit etwas Vorsicht bei der Reinigung und beim Absaugen kann ich das vermeiden. Weniger ist manchmal mehr! Zu Beginn habe ich die Fenster regelrecht geflutet…


Unschlüssig bin ich mir darüber, welche Technik besser ist: Sauge ich quer zum Fenster, bleibt weniger Schmutzwasser am unteren Rand übrig. Sauge ich von oben nach unten durch, bin ich schneller fertig, ziehe aber eine kleine Menge Schmutzwasser nach unten auf den Rahmen.
Beim Fensterrahmen auf der Seite bleibt mit beiden Techniken ein Streifen übrig, den das Gerät nicht absaugt. Dort muss ich mit einem Lappen oder Küchenpapier nachbessern. Auch mit dem extra Wisch bin ich noch schneller, als ich es «nur» mit Küchenpapier wäre.
Fazit
Schnell, aber nicht ganz sauber
Pro
- Fenster und Oberflächen sind schnell sauber und trocken
- eine Ladung reicht für 100 Minuten
- zwei Grössen
Contra
- kein USB C
- Akku fest verbaut

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Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.